Das volle Programm für 6000 Besucher.

Für viele von uns begann der Flugtag eigentlich schon am 04.Mai. Ab 13:00 war Aufbau angesagt. Die Organisatoren, Matthias und Marco, waren auch sofort im Endspurt-Stress: „ist alles bestellt, wann kommt was, muss wohin und überhaupt.“ Beim Rest sah es zumindest optisch eher ruhiger aus. Die ToDo-Liste war lang: Absperrungen an der Straße und auf dem Platz aufbauen, Flieger putzen, Kaffee-und-Kuchen-Hangar sowie Technik vorbereiten, den ganzen Platz rausputzen usw. usw. Ach ja, und dann noch die Papierkörbe und WC-Schilder.

Jeder Bereich hatte sein Team. Jedes Team seinen Ansager und viele fleißige Helfer. Neulinge wurden von den Flugtag-Erfahrenen eingewiesen. Das sah schon nach effektiver Routine aus. Und das war es wohl auch. So gegen 18:30 war dann Feierabend, Grillwurst inklusive. Zeit für die letzten Absprachen oder einen entspannten Smaltalk. Gar kein Thema war, wie sonst in den vergangenen Jahren, die Wetter-Prognose: Sonne satt war versprochen. Was will man mehr?

Der große Tag begann um 07:30. Ansprache vom Chef, Sicherheits- und Piloten-Briefings, Flieger klar machen und natürlich der Rest-Aufbau. Und wieder lief alles rund, wie ein Uhrwerk. Profis eben. Zeitig, so gegen 09:00, schwebten auch die Feuerwehr-206 aus Lüneburg, die Stearmans und die Antonov ein. Matthias machte seine letzten Kontrollrunden und Marco sorgte sich um die Erbsensuppe: „300 Liter (!), die müssen erst einmal verkauft werden.“ Und während alle Cumulanten/innen noch im Countdown-Modus werkelten, trudelten schon die ersten Besucher ein. Sie durften dann auch die Eröffnungs-Formation
als Flugtag-Opener hautnah erleben.

Pünktlich um 10:00 hatte dann Christian das Wort. Begrüßung „á la Uter“ sozusagen. Und das mittlerweile schon vor einer enorm gewachsenen Besuchermenge. Er brachte unser Flugtag-Anliegen, die Faszination Fliegen zu vermitteln, mal wieder treffend auf den Punkt. Und Argumente hatte er wirklich genug. Argumente zum Anfassen und zum Einsteigen:
Ob mit der Antonov, unseren Vereins-Motor- und Segelfliegern, dem Hubi oder einer Stearman, die Besucher wollten fliegen, fliegen, fliegen. Bis zum Abwinken um 17:00.

Wer nicht erst im Wartebereich sitzen wollte, stürzte sich sofort in die Menge. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: denn schon ab 11:00 „war die Bude ununterbrochen voll“.
Da sprechen die Bilder für sich:

      

Was die Bilder jedoch nicht vermitteln können, sind die vielen Eindrücke, die man bei einem aufmerksamen Rundgang gewinnen konnte: all´ diese unterschiedlichen Gesichter.  Interessiert bei den Info-Gesprächen, fasziniert bei den Flugeinlagen und freudig entspannt auf der Picknick-Decke. Das alles verbal in Szene gesetzt von Christians informativen Kommentaren, gemixt mit so manchen unterhaltsamen Anekdoten aus der Fliegerei. Gibt es eigentlich Fliegermanns-Garn?

So entspannt lief es bis ca. 14:00. Matthias hatte, abgesehen von kleinen Abstimmungs-Korrekturen, alles im Griff und auch Marco schwebte glücklich über ´s Grün: „300 Liter Erbsensuppe waren ausverkauft. Toll.“ Doch dann der Schock. Das Drama des Tages bahnte sich an. Unser Bierstand meldete: das Fassbier geht zur Neige. Doch Marco blieb cool. Jetzt galt es, eine Katastrophe abzuwenden. Und schon kurze Zeit später kam die rettende Nachricht: „neues Bierfass ist schon auf dem Wege.“ Eine Antwort auf die Frage, wie er das so schnell organisieren konnte, war ihm bisher nicht zu entlocken. So hatte unser Flugtag auch sein Geheimnis.

Erst gegen 18:00, während die Teams nach Ameisen-Art schon in ihren Abbau-Routine-Modus schalteten, fanden die letzten Besucher den Ausgang.

Es war vollbracht. Flieger und Zuschauer wurden für einen Tag eine feste Gemeinschaft. Und genau das war ja auch das Ziel. Unser Anliegen. So gegen 20:00 traf man sich dann zur großen Abschluss-Runde bei Bier, Wurst und Steak. Wir waren wieder unter uns. Erschöpft, aber doch mit etwas Stolz in den Augen. Ein tolles Gefühl. Selbst Andreas konnte diese Emotion in seinen abschließenden Worten nicht so ganz verstecken. Warum auch? Der Verein hat eine tolle Nummer abgeliefert: volles Haus, zufriedene Besucher-Massen, alles lief rund – und vor allem ohne Zwischenfälle.

Während sich Fred mühte mit den wenigen noch funktionstüchtigen Flammgebern unseres Vereinsgrills die hungrige Warteschlange zu versorgen, und der Bierstand seine aufgefrischten Kapazitäten unter die Leute brachte, verabschiedete sich der Tag mit der Erinnerung an ein tolles Vereins-Erlebnis. 
  
Was bleibt, ist die Vorfreude auf den Flugtag 2017. Verbunden  mit einer schwierigen Frage: Wie soll man 2016 noch toppen? Aber wer den Verein kennt, …
 

Toll, dass ich dabei sein durfte. Gruß Udo

 

Bericht: Udo Sierks